Arbeit & Ausbildung

Corona-Krise: Bonuszahlung bis 1.500 Euro steuerfrei

In der Corona-Krise fördert die Bundesregierung Sonderzahlungen an Arbeitnehmer. So können Arbeitgeber ihre Angestellten – zusätzlich zum üblichen Arbeitslohn – mit einem steuerfreien Bonus von bis zu 1.500 Euro unterstützen. Das betrifft nicht nur die sogenannten systemrelevanten Berufe.

Ein Mann, dessen Kopf man nicht sieht, sitzt in Anzug gekleidet an einem Schreibtisch. Er nimmt einen Umschlag von einem anderen Mann entgegen, der vor dem Schreibtisch steht.

Bereits Anfang April hatte das Bundesfinanzministerium (BMF) den Sonderbonus angekündigt. Nun hat es – in Abstimmung mit den Bundesländern – am 9. April 2020 ein Schreiben veröffentlicht, in dem der Bonus genauer vorgestellt wird: Zahlen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen Bonus, um diese in der aktuell angespannten Situation zu unterstützen, ist der Bonus bis zu einer Höhe von 1.500 Euro von der Einkommensteuer befreit. Ebenso wenig fallen Sozialversicherungsbeiträge dafür an.

Als Begründung weist das BMF darauf hin, dass die gesamte Gesellschaft von der Corona-Krise betroffen ist – und Arbeitgeber somit einen „rechtfertigenden Anlass“ haben, das Einkommen ihrer Mitarbeiter mit einem Sonderbonus aufzustocken. Anders als bisher öffentlich vermutet, können demnach nicht nur systemrelevante Berufsgruppen von dem Sonderbonus profitieren, sondern Angestellte aus allen Branchen.

Für den steuerfreien Bonus bis zu 1.500 Euro gelten folgende Voraussetzungen:

  • Arbeitgeber zahlen ihren Beschäftigten den Bonus als finanzielle Unterstützung aus oder stellen ihn als Sachleistung bereit.
  • Der Bonus muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgen.
  • Der Bonus muss zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 gewährt werden.

Sie erhalten als Angestellter Sachbezugsleistungen, wie Einkaufsgutscheine oder Tankkarten? Diese bleiben – genauso wie andere regelmäßige oder einmalige, steuerfreie Boni – von diesem „Corona-Sonderbonus“ unberührt.

Tipp:

Auch Mini-Jobbern kann der Bonus in der Corona-Krise ermöglicht werden, ohne dass sich der Minijob dadurch in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis umwandelt.