Arbeit & Ausbildung

Berufsanfänger – auf was sollten Sie achten?

Für viele junge Menschen beginnt in den nächsten Wochen der „Ernst des Lebens“. Häufig wird mit dem Start einer betrieblichen Ausbildung das erste eigene Geld verdient. Auf was sollten Berufsanfänger dabei achten?

Berufsanfängerin

Eine Lohnsteuerkarte gibt es nicht mehr, diese wurde letztmalig für das Jahr 2010 ausgestellt. Nun sind für den Lohnsteuerabzug die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) maßgebend. Der Arbeitgeber benötigt zum Abruf Ihrer Daten lediglich das Geburtsdatum, die persönliche Steuer-Identifikationsnummer (11-stellig), den Familienstand und die Information, dass es sich bei Ihrem Ausbildungsbetrieb um den Hauptarbeitgeber handelt. Nur in wenigen Ausnahmefällen braucht der Arbeitgeber einen „Ausdruck der aktuell gespeicherten ELStAM-Daten“. Diese erhalten Sie ggf. vom Finanzamt.

Ledige Auszubildende werden in die Steuerklasse 1 eingereiht. Der Lohnsteuerabzug beginnt bei einer Ausbildungsvergütung von ca. 950 Euro im Monat. Für die gesetzliche Sozialversicherung  (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung) zieht der Arbeitgeber Beiträge in Höhe von ca. 20,4 Prozent Ihrer Vergütung ab und leitet diese mit seinen Arbeitgeberanteilen an die Versicherungen weiter. Beträgt Ihre Ausbildungsvergütung nicht mehr als 325 Euro im Monat, trägt der Arbeitgeber die Beiträge komplett.

Nach Ablauf des Jahres 2014 übermittelt der Ausbildungsbetrieb die Jahresdaten an das Finanzamt. Sie erhalten einen Ausdruck der Elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Wurde Lohnsteuer einbehalten, sollten Sie eine Steuererklärung abgeben. Meist erstattet das Finanzamt die Steuern wieder. Auch die Arbeitnehmer-Sparzulage für Einzahlungen des Arbeitgebers (Vermögenswirksame Leistungen) auf einen Bausparvertrag bzw. einen Wertpapiersparvertrag wird mit einer Steuererklärung beantragt.