Steuer-1x1

Zu- und Abflussprinzip – wichtig zum Jahreswechsel

Einnahmen und Ausgaben werden in dem Jahr steuerlich berücksichtigt, in dem sie gezahlt wurden. Nur für regelmäßig wiederkehrende Einnahmen oder Ausgaben gilt ein Zeitraum von zehn Tagen vor Ende des alten und nach Beginn des neuen Jahres.

Kontoauszug mit Stift

Einige Beispiele:

Krankheitskosten
Diese  Aufwendungen gehören zu den außergewöhnlichen Belastungen. Sie werden dem Jahr steuerlich zugerechnet, in dem die Zahlung tatsächlich erfolgt. Auch wenn solche Kosten jedes Jahr anfallen, handelt es sich nicht um regelmäßige Zahlungen, für die der Zehntageszeitraum gilt.

Das Finanzamt berechnet eine zumutbare Belastung, die sich nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder richtet. Begleichen Sie daher vorliegende Rechnungen des Jahres 2014 noch in diesem Jahr, wenn Sie dadurch die zumutbare Belastung überschreiten.

Handwerkerleistungen
Die Steuerermäßigung von 20 Prozent der Arbeitskosten wird im Jahr der Zahlung gewährt. Bei Rechnungen am Ende eines Jahres, fordert das Finanzamt häufig den Kontoauszug, um zu prüfen, wann genau der Rechnungsbetrag auf Ihrem Konto belastet wurde.

Die Förderung beträgt maximal 6.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Sind die Arbeitskosten höher als 6.000 Euro, sprechen Sie mit dem Handwerker, ob Sie einen Teil der Rechnung erst im Jahr 2015 zahlen dürfen. So können Sie den Steuerbonus für Ihre gesamten Aufwendungen retten.

Mieteinnahmen
Bei Mieteinnahmen handelt es sich um regelmäßige Zahlungen. Erhalten Sie die Miete für Januar 2015 bereits am 29.12.2014, rechnet der Fiskus die Einnahmen dem Steuerjahr 2015 zu.