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Frühjahrsputz: Handwerkerrechnungen steuerlich absetzen

Sie wollen Wohnung, Haus oder Hof mal wieder gründlich auf Vordermann bringen? Wenn Sie sich dabei der Hilfe von Handwerkern bedienen, können Sie die Rechnungen steuerlich absetzen. Der Steuerabzug berechnet sich mit 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens aber mit 1.200 Euro im Jahr und pro Haushalt.

Eine Frau tanzt und singt beim Staubsaugen.

Hier einige Tipps dazu:

  • Um die Steuervergünstigung in Anspruch zu nehmen, muss der Handwerker "im Haushalt", d. h. vor Ort, tätig sein. Dabei kann es sich auch um einen Haushalt in einem anderen Land der Europäischen Union handeln.
  • Absetzbar sind alle haushaltsnahen Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Darunter fallen z. B. Reparatur/Wartung von Haushaltsgeräten, Arbeiten am Dach und an der Fassade, Mauerwerksanierung, Reparatur/Austausch von Bodenbelägen, Modernisierung des Badezimmers oder Gartengestaltung. Eine Abgrenzung von Erhaltungsaufwendungen zu Herstellungskosten muss nicht vorgenommen werden.
  • Nicht begünstigt sind handwerkliche Tätigkeiten zur Errichtung eines Neubaus bzw. einer weiteren Wohnung.
  • Wichtig für den Abzug der Aufwendungen ist die Rechnung und der Zahlungsnachweis auf das Konto des Leistungserbringers - am besten per Überweisungsträger. Auf Verlangen des Finanzamts sind beide Belege vorzulegen. Barzahlungen sind nicht begünstigt.
  • Es werden nur die reinen Arbeitskosten sowie die Fahrtkosten des Handwerkers steuerlich berücksichtigt, nicht der Materialaufwand. Daher muss die Rechnung die Posten getrennt ausweisen oder - wenn Material- und Arbeitskosten in einer Summe ausgewiesen sind - die prozentuale Verteilung in der Rechnung durch den Rechnungsaussteller vermerkt werden.

Wichtig: Die Steuervergütung wird nur auf Antrag gewährt. Daher bitte bei der Steuererklärung daran denken.