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Freistellungsauftrag: Wie spare ich die Steuer auf Kapitalerträge?

Kapitalerträge sind steuerpflichtig. Um einen Teil dieser Steuer zu sparen, sollten Anleger dem jeweiligen Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag erteilen.

Auf einigen Geldscheinen und Geldmünzen steht eine Messingfigur in Form eines aufsteigenden Aktienkurses. Im Hintergrund befinden sich ein Taschenrechner und ein Stift.

Zu Kapitalerträgen zählen zum Beispiel Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne. Wer diese erzielt, ist von der Abgeltungsteuer betroffen: 25 Prozent der Kapitaleinkünfte werden besteuert – zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Abgeltungsteuer wird von den Banken einbehalten und als Kapitalertragsteuer an das Finanzamt abgeführt.

Mit einem sogenannten Freistellungsauftrag bei der Bank können Sparer ihre Kapitalerträge jedoch vom automatischen Steuerabzug befreien – bis zur Höhe des maximalen Sparer-Pauschbetrags. Dieser beträgt für ledige Sparer 801 Euro und für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner 1.602 Euro.

Der maximal zustehende Sparer-Pauschbetrag kann auf mehrere Bankinstitute verteilt werden. Achtung: Die Gesamthöhe des Pauschbetrags darf dabei nicht überschritten werden. Oft kooperieren Banken mit einer Bausparkasse oder einem Investmentanbieter. Da es sich bei diesen jedoch um rechtlich selbständige Unternehmen handelt, muss jedem Anlageinstitut ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Dieser gilt dann für alle dort angelegten Konten und Depots.

Freistellungsaufträge müssen die elfstellige Steuer-ID enthalten, bei Eheleuten sind beide Steuer-Nummern anzugeben.

Tipp:

Um den Maximalbetrag von 1.602 Euro als Ehepaar auszunutzen, müssen Sie einen gemeinsamen Freistellungsauftrag erteilen. Innerhalb einer Bank können so zudem Gewinne des einen Partners mit Verlusten des anderen Partners verrechnet werden.