Arbeit & Ausbildung

Ferienjobs: So bleibt das Taschengeld steuerfrei

Viele Schüler und Studenten nutzen die Sommermonate, um sich etwas dazu zu verdienen. Dabei sollten sie und ihre Eltern neben arbeits- und versicherungsrechtlichen Regeln auch die Steuer und das Kindergeld im Auge behalten.

Ein junger Mann arbeitet in einem Café.

Die meisten Schüler und Studenten suchen sich Ferienjobs als Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber braucht zur Berechnung der Lohnsteuer die persönliche Steuer-Identifikationsnummer. Außerdem muss der Jobber angeben, ob es sich bei dieser Arbeit um sein einziges Beschäftigungsverhältnis handelt. Ist das der Fall, erhält er die Steuerklasse I. Lohnsteuer fällt dann erst bei einem Monatslohnt von über 1.005 Euro an. Hat der Ferienjobber bereits ein anderes Arbeitsverhältnis, bekommt er die Lohnsteuerklasse VI, die am höchsten besteuert wird. Zu viel bezahlte Lohnsteuer lässt sich aber durch eine Steuererklärung zurückholen. Wer dabei nach dem Abzug aller steuermindernden Beträge mit seinem Einkommen unter dem steuerlichen Existenzminimum von 8.820 Euro bleibt, erhält die kompletten einbehaltenen Steuern vom Finanzamt zurück.

Arbeiten Schüler und Studenten in einem Minijob, zahlen sie weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsbeiträge. Beides übernimmt der Arbeitgeber. Voraussetzung: Der Lohn überschreitet 450 Euro im Monat nicht und der Minijobber lässt sich ausdrücklich von der Rentenversicherungspflicht befreien.

Auch Ferienjobs mit einem Verdienst über 450 Euro bleiben sozialversicherungsfrei, wenn sie von vorneherein auf drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt sind. Das gilt auch für freiwillige Praktika.

Für das Kindergeld spielt der Verdienst während der Ferienzeit keine Rolle. Aber Achtung: Wenn man bereits eine abgeschlossene Erstausbildung hat, darf der Job laut Arbeitsvertrag 20 Wochenstunden nicht überschreiten – sonst erlischt der Kindergeldanspruch. Bis zu zwei Monate im Jahr darf die Grenze überschritten werden, wenn die 20 Stunden im Jahresdurchschnitt eingehalten werden.