Familie & Leben

Wichtig für Alleinerziehende – der Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende ist in §24b EStG geregelt; er beträgt maximal 1.308 Euro pro Jahr und wird nur „echten“ Alleinerziehenden gewährt. Aber wer ist „echt“ im Sinne des Steuerrechts?

Junge Mutter mit kleinem Sohn

Grundvoraussetzung für die Gewährung des Entlastungsbetrags: Mindestens ein kindergeldberechtigtes Kind gehört zum Haushalt des alleinerziehenden Elternteils. Wenn das Kind im Haushalt gemeldet ist, wird davon ausgegangen, dass es auch zum Haushalt gehört. Ist das nicht der Fall, muss die betroffene Mutter bzw. der Vater die Haushaltszugehörigkeit nachweisen.

Alleinerziehend im Sinne des Steuerrechts ist ein Elternteil aber nur dann, wenn keine andere erwachsene Person ohne Kindergeldberechtigung im Haushalt lebt. Zu den „schädlichen“ Personen zählen z. B.: der Lebensgefährte, ein Elternteil des Alleinerziehenden (Oma / Opa) oder ein anderes Kind, für das kein Anspruch mehr auf Kindergeld besteht.

Liegen die Voraussetzungen nur während eines Teils des Jahres vor, gewährt der Fiskus den Jahresbetrag von 1.308 Euro nur zeitanteilig. Schließt das Kind z. B. im Juli seine Ausbildung ab, gibt es nur für sieben Monate den Entlastungsbetrag – also 763 Euro.

Bei mehreren Kindern mit Kindergeldberechtigung wird der Entlastungsbetrag nicht mehrfach gewährt. Es bleibt bei maximal 1.308 Euro.

Verheiratete Eltern erhalten den Entlastungsbetrag nicht. Einzige Ausnahme: ein Elternteil stirbt. Obwohl für das Todesjahr noch eine Zusammenveranlagung erfolgt, können Betroffene ab dem Todesmonat des Partners einen zeitanteiligen Entlastungsbetrag beantragen.

Tipp: Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird beim Lohnsteuerabzug durch die Steuerklasse 2 berücksichtigt. Trotzdem muss er in der Einkommensteuererklärung beantragt werden.