Wachsen mit dem Steuerring: Der Weg von Selcuk Yavuz
Selcuk Yavuz gehört seit über 13 Jahren dem Steuerring an. Bei uns im Verein ist er nicht nur an seinen Aufgaben gewachsen, sondern mitunter auch über sich hinaus. Seit Januar dieses Jahres ist er Bereichsleiter in Baden-Württemberg Nord und hat mit uns über seinen Werdegang und seine Pläne in dieser neuen Position gesprochen.
Seit wann sind Sie beim Steuerring und was haben Sie vorher gemacht?
Ich bin seit dem 15. Oktober 2012 Teil des Steuerrings. Davor war ich bereits bei einem anderen Lohnsteuerhilfeverein tätig und habe dort wertvolle Erfahrungen gesammelt, auf die ich beim Steuerring aufbauen konnte.
Welche Funktionen haben Sie bisher beim Steuerring bekleidet?
Gestartet bin ich als „Springer“ in Baden-Württemberg. Das heißt, ich wurde dort eingesetzt, wo Beratungsstellen gerade Unterstützung brauchten. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, denn ich habe viele unterschiedliche Strukturen und Arbeitsweisen kennengelernt.
Im Dezember 2015 habe ich dann die Leitung der Beratungsstelle in Waiblingen übernommen und bin damit „sesshafter“ geworden. Seit 2021 bin ich zudem als Dozent bei der TeLios tätig, mit dem Schwerpunkt auf dem Steuerprogramm Fiskus und übernehme darüber hinaus Aufgaben als Sonderbeauftragter für den Steuerring.
Für einen Tag war ich tatsächlich auch einmal als Steuerring-Schauspieler im Einsatz.
Sie kennen den Steuerring also schon sehr lange und aus verschiedenen Positionen heraus – was ist für Sie das Besondere an unserem Verein?
Für mich liegt die Besonderheit des Steuerrings in der Verbindung von unternehmerischer Freiheit und menschlicher Nähe. Wenn ich den Verein als Person beschreiben müsste, wäre er ein verlässlicher Charakter mit klaren Werten, der die Menschen in seinem Umfeld dabei unterstützt, sich weiterzuentwickeln – sowohl fachlich wie persönlich.
Worauf freuen Sie sich am meisten bei Ihrer neuen Aufgabe als Bereichsleiter und worauf möchten Sie Ihren Schwerpunkt legen?
Ich freue mich besonders darauf, genau diese individuellen Entwicklungsprozesse zu begleiten und die Beratungsstellenleiter in ihrem Alltag zu unterstützen. Aus eigener Erfahrung weiß ich sehr genau, wo die typischen Herausforderungen liegen.
Mein Schwerpunkt als Bereichsleiter wird auf einer klaren, verlässlichen und transparenten Zusammenarbeit liegen, die Orientierung gibt und Vertrauen schafft.
Was sehen Sie als größte Herausforderung in Ihrer neuen Funktion als Bereichsleiter an?
Es wird gewiss herausfordernd, den sehr unterschiedlichen Beratungsstellenleitern mit ihren jeweils individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Deswegen plane ich sowohl persönliche Besuche vor Ort als auch regelmäßige Online-Sprechstunden. Darüber hinaus möchte ich Events schaffen, bei denen sich die BSL aus meinem Bereich begegnen, vernetzen und austauschen können.
Hat Ihrer Meinung nach jeder Steuerring-Berater die Möglichkeit, sich so vielfältig innerhalb des Vereins zu entwickeln, wie Sie es getan haben? Was muss man dafür mitbringen?
Grundsätzlich ja – diese Möglichkeiten stehen jedem offen. Der Steuerring bietet zahlreiche Entwicklungschancen, sei es fachlich, organisatorisch oder persönlich. Entscheidend ist jedoch, dass man Eigeninitiative zeigt, offen für Neues und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
Als Bereichsleiter, Beratungsstellenleiter und Dozent kommt viel Arbeit auf Sie zu – wie schaffen Sie den Ausgleich?
Ich nehme mir gezielt Zeit für meine Familie und achte darauf, sportlich aktiv zu bleiben. Besonders hilft mir meine Leidenschaft für das Motorradfahren: Auf Reisen mit dem Motorrad kann ich hervorragend abschalten, den Kopf frei bekommen und neue Energie sammeln.
Eine Frage zum Abschluss: Angenommen, Sie hätten einen zusätzlichen Arbeitstag pro Woche nur für eine Sache – wofür würden Sie ihn nutzen?
Genau diesen einen Tag, möchte ich mir in diesem Jahr nehmen. Ich werde ihn nutzen, um Gespräche zu führen und den Menschen zuzuhören, um zu verstehen. Aber nicht nur bei Problemen, ich möchte auch dahin schauen, wo Dinge gut laufen.