Steuer-1x1

Vorauszahlungen an das Finanzamt

Auch von Arbeitnehmern kann das Finanzamt Vorauszahlungen verlangen. Betroffen sind z. B. Eheleute mit der Steuerklassenkombination 3 und 5 oder Arbeitnehmer mit weiteren positiven Einkünften aus Renten oder aus der Vermietung von Wohneigentum.

Terminkalender mit Haftnotiz zur Steuererklärung.

Das Finanzamt kann Vorauszahlungen fordern, wenn die voraussichtliche Jahressteuer um mehr als 400 Euro höher ist, als die vom Arbeitgeber einbehaltene Lohnsteuer. Bei der Berechnung berücksichtigt das Finanzamt bisher bekannte Zahlen, meist aufgrund der zuletzt eingereichten Einkommensteuererklärung. Selbstverständlich müssen Sie nicht doppelt zahlen – die Vorauszahlungen rechnen auf die festzusetzenden Steuern an.

Mit dem Steuerbescheid kommt auch ein Vorauszahlungsbescheid. Per Gesetz gibt es vier Vorauszahlungszeitpunkte: den 10. März, 10. Juni, 10. September und den 10. Dezember. Die Vorauszahlungen betreffen nicht nur die Einkommensteuer, sondern auch den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Den gesamten Zahlbetrag müssen Sie selbst errechnen, der Vorauszahlungsbescheid enthält keine Gesamtsumme.

Vor dem jeweiligen Fälligkeitstag gibt es keine nochmalige Zahlungsaufforderung. Sie müssen daher selbst an die Zahlung denken. Verpassen Sie den Termin, berechnet das Finanzamt Säumniszuschläge. Einfacher ist es, dem Finanzamt ein SEPA-Lastschriftmandat zu erteilen. Dann müssen Sie die Fälligkeitstermine nicht überwachen.

Falls Sie mit der Höhe der Vorauszahlungen nicht einverstanden sind, können Sie gegen den Vorauszahlungsbescheid Einspruch einlegen und eine Änderung (Herabsetzung) beantragen. Solange das Finanzamt diese nicht gewährt, bleibt die Zahlungspflicht allerdings bestehen.

Tipp: Vorauszahlungsbescheide sind sogenannte Dauerverwaltungsakte. Sie gelten solange, bis sich die Beträge ändern oder keine Vorauszahlungen mehr verlangt werden. Dann setzt das Finanzamt die Vorauszahlung auf Null fest.