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Spenden in der Steuererklärung

Auch wenn noch ein paar Wochen vor uns liegen: Langsam, aber sicher steuern wir auf Weihnachten zu. Gerade in dieser Zeit fließen reichlich Spenden an gemeinnützige Organisationen. Ein netter Nebeneffekt der notwendigen Hilfe: Spendenbeiträge bewirken häufig eine Steuerersparnis.

Eine Frau in T-Shirt und Jeans sitzt im Schneidersitz in ihrem Wohnzimmer und legt gefaltete Kleidung in eine Box mit der Aufschrift „Spenden“. Neben ihr liegen Kleiderbügel und ein Teddybär. Im Hintergrund sind eine Couch und eine Pflanze platziert.

Bei Abgabe einer Steuererklärung können Zuwendungen, wie beispielsweise Spenden und Mitgliedsbeiträge, als Sonderausgaben abgezogen werden – insgesamt bis zu 20 Prozent Ihrer gesamten Einkünfte (gem. § 10b EStG). Generell müssen dafür zwei Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Spende geht an eine steuerbegünstigte Organisation (Stiftung, Kirche, Verein) oder an eine juristische Person des öffentlichen Rechts, also an eine Kommune oder den Bund.
  • Der Spendenempfänger führt sogenannte steuerbegünstigte Zwecke aus. Dazu zählt beispielsweise die Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen, der Tierschutz oder die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Ob diese steuerlichen Voraussetzungen auf den Spendenempfänger zutreffen, sollten Sie im Vorfeld bei ihm erfragen.

Tipp:

Das Finanzamt verzichtet seit dem Steuerjahr 2017 zum Großteil auf die Vorlage von Belegen. Manchmal jedoch verlangt es eine „Zuwendungsbestätigung“ über die Spendenhöhe. Lassen Sie sich Ihre Spende also in jedem Fall bescheinigen – nur dann können Sie den steuerlichen Abzug beantragen. Bei Kleinspenden bis zu 200 Euro genügt der Zahlungsbeleg.

Spenden in der Corona-Krise – einfacher Nachweis genügt

Vom 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020 gelten Sonderregelungen bei finanziellen Hilfen in der Corona-Krise: Bei Zuwendungen mit Corona-Bezug greift die Regel für den Katastrophenfall. Damit reicht für Spenden an einen begünstigten Verein oder eine Organisation – unabhängig von der Höhe – ein vereinfachter Nachweis in der Steuererklärung, also zum Beispiel ein Kontoauszug mit Angabe des Verwendungszwecks.

Sachspenden: Den richtigen Wert für die Steuererklärung ermitteln

Das Finanzamt berücksichtigt in der Steuererklärung nicht nur gespendete Geldbeträge, sondern auch Sachzuwendungen. Der Wert einer Sachspende orientiert sich dabei am üblichen Marktpreis – der bei neu gekauften Sachspenden dem Kaufpreis entspricht. Für die korrekte Zuwendungsbestätigung übergeben Sie der begünstigten Organisation am besten den Kassenzettel.

Bei gebrauchten Sachspenden hingegen gilt als Marktwert der Preis, zu dem Sie das Produkt noch verkaufen könnten – abhängig vom Alter und Zustand des Artikels. Informationen über den aktuellen Preis Ihrer Sachspende erhalten Sie beispielsweise in Online-Verkaufsportalen. Werden Sie hier nicht fündig, kann der Spendenempfänger den Preis schätzen und Ihnen dann die entsprechende Spendenbestätigung aushändigen.

Tipp:

Ob Geld- oder Sachspende – Sie möchten wissen, wie hoch die Steuerersparnis durch die Zuwendung ist? Ihr Steuerring-Berater kennt die Antwort. Noch kein Mitglied im Verein? Dann finden Sie jetzt einen persönlichen Berater ganz in Ihrer Nähe.