Pauschbeträge für kranke und behinderte Menschen

Chronische Krankheiten oder Behinderungen verursachen bei Betroffenen höhere Aufwendungen im Vergleich zu gesunden Menschen. Um die finanzielle Belastung abzufangen, gewährt das Steuerrecht Pauschbeträge, die in §33b EStG geregelt sind.

Rollstuhlfahrer

Für den Ansatz eines Pauschbetrags ist es Voraussetzung, dass die zuständige Behörde einen Grad der Behinderung (GdB) feststellt und bescheinigt. Beträgt der GdB weniger als 50 ist der Pauschbetrag nur absetzbar, wenn die Behinderung beispielsweise zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit führt. Ein Ausweis wird in diesen Fällen nicht ausgestellt. Als Nachweis benötigt das Finanzamt die sogenannte F-Bescheinigung.

Bei einem GdB von 40 beträgt der jährliche Pauschbetrag 430 Euro.

Ab einem GdB von 50 stellt das zuständige Amt einen Schwerbehindertenausweis aus. Dem Finanzamt genügt eine Kopie. Bei einem GdB von 50 beträgt der Pauschbetrag 570 Euro, bei einem GdB von 100 dann jährlich 1.420 Euro. Neben dem GdB können auch sogenannte Merkzeichen bescheinigt werden. Liegen die Merkzeichen H (hilflos) oder Bl (blind) vor, erhöht sich der Pauschbetrag auf 3.700 Euro.

Tipp: Ist ein Kind von Krankheit oder Behinderung betroffen, können die Eltern den Pauschbetrag beantragen.

Tipp: Ändert sich der GdB im Laufe des Jahres, gilt immer der Pauschbetrag für den höheren GdB. Es handelt sich um einen Jahresbetrag, es erfolgt damit keine zeitanteilige Berechnung.

Lohnsteuerhilfeverein Steuerring Medienkontakt J. Spiller

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Jutta Spiller
Kommunikation & Marketing
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