Steuer-1x1

Zufluss und Abfluss – wichtig zum Jahreswechsel

Generell gilt: Einnahmen und Ausgaben werden in dem Jahr steuerlich berücksichtigt, in dem sie gezahlt werden. Überlegen Sie genau, wann Sie welche Rechnung begleichen, denn so können Sie zum Jahreswechsel noch Geld sparen.

Glücksschwein mit Geld

Krankheitskosten
Krankheitskosten gehören zu den außergewöhnlichen Belastungen. In der Steuererklärung werden die Aufwendungen im Jahr der Zahlung einbezogen. Der Zeitraum der ärztlichen Behandlung oder das Rechnungsdatum sind ohne Bedeutung.

Das Finanzamt zieht von den gezahlten Aufwendungen eine zumutbare Belastung ab, die sich nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder richtet. Daher sollten Sie eingehende Rechnungen noch im Jahr 2016 zahlen, wenn Sie damit die zumutbare Belastung überschreiten.

Handwerkerleistungen
Für Handwerkerleistungen wird in der Steuererklärung ein Steuerbonus von 20 Prozent der Arbeitskosten im Jahr der Zahlung gewährt. Auch hier spielt es keine Rolle, wann der Handwerker die Arbeiten durchgeführt oder die Rechnung erstellt hat.

Es sind maximal 6.000 Euro begünstigt. Falls Sie diesen Betrag bereits erreicht haben und zum Jahresende eine weitere Rechnung erhalten, sollten Sie die Zahlung – nach Rücksprache mit dem Handwerker – erst im Jahr 2017 vornehmen. Denn im neuen Jahr steht Ihnen wieder ein Höchstbetrag von 6.000 Euro zur Verfügung.

Mieteinnahmen
Bei den Mieteinnahmen handelt es sich um regelmäßige Zahlungen. Dadurch greift der sogenannte 10-Tages-Zeitraum. Das heißt: Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die Sie innerhalb von zehn Tagen vor oder nach dem Jahreswechsel leisten, werden steuerlich nicht im Jahr der Zahlung berücksichtigt, sondern in dem Jahr, zu dem sie wirtschaftlich gehören. Erhalten Sie beispielsweise die Miete für Januar 2017 bereits am 29.12.2016, rechnet das Finanzamt die Einnahmen dem Steuerjahr 2017 zu.