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Wie das Wetter Ihre Steuererklärung beeinflusst

Das aktuelle Wetter ist zwar immer ein Thema – an diesen Tagen aber ganz besonders. Die Temperaturen steigen und fallen nahezu täglich, die Niederschläge kommen manchmal als Regen dann wieder als Graupel oder Schnee runter und dazu bläst ein kräftiger Wind. Aber was hat das Wetter mit dem Finanzamt zu tun?

Unfall auf schneeglatter Straße

Die Folgen der Wettererscheinungen können in mindestens zwei Bereichen zum Thema in Ihrer Steuererklärung werden.

Unfallkosten auf der Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte
Für diese Fahrten berücksichtigt das Finanzamt die verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale. Für jeden Kilometer der Entfernung können Sie 30 Cent in Ihrer Steuererklärung ansetzen. Damit sind grundsätzlich alle Aufwendungen abgegolten.

Ausnahme: Haben Sie auf der unmittelbaren Hin- oder Rückfahrt einen Unfall, besteht die Möglichkeit die von der Versicherung nicht erstatteten Kosten zusätzlich, also „neben“ der Entfernungspauschale in Ihrer Einkommensteuererklärung zu berechnen. Zu den Unfallkosten gehören z. B.  die Instandsetzung des PKW, eine außerordentliche Abschreibung bei einem Totalschaden oder beim Verkauf des Unfallfahrzeugs, Kosten eines Mietwagens sowie für die Beschädigung von Gegenständen am Straßenrand.  

Tipp: Das Finanzamt fordert Angaben zum Unfalltag und -zeitpunkt. Zudem sind Angaben zur Arbeitszeit am Unfalltag erforderlich. Die Aufwendungen müssen Sie nachweisen; es gibt keine Pauschalen. Hat die Polizei den Unfall aufgenommen, oder wurde bei einem Wildunfall der zuständige Jäger informiert, ergänzen Sie Ihre Angaben mit dem jeweiligen Protokoll.

Kosten für die Schneeräumung oder die Eisbeseitigung
Erledigt diese Arbeiten ein beauftragtes Dienstleistungsunternehmen oder ein Hausmeister, handelt es sich um haushaltsnahe Dienstleistungen. Für den Arbeitslohn gewährt das Finanzamt einen Steuerbonus von 20 Prozent der Aufwendungen. Den Nachweis erbringen Sie z. B. durch die Nebenkostenabrechnung.

Tipp: Auch Aufwendungen für die Reinigung des Fußgängerweges außerhalb des Grundstücks sind begünstigt. Dies hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 20. März 2014 entschieden.