Steuer-1x1

Neues Jahr, neue Steuergesetze

Auch im Jahr 2018 gibt es wichtige steuerliche Änderungen. Wir haben relevante Neuerungen für Sie zum Jahresbeginn zusammengefasst.

Weißes Schild mit Aufschrift 2018, Laptop, Stiften, Büroklammern und Notizblock auf Holzuntergrund

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag, also der jährliche Betrag auf den Sie keine Steuern zahlen müssen, erhöht sich von 8.820 auf 9.000 Euro. Die Erhöhung des Grundfreibetrags erleichtert alle Steuerzahler.

Es gibt noch eine weitere Entlastung: Um die kalte Progression abzumildern, verschiebt sich die Grenze des Einkommensteuertarifs um 1,65 Prozent. Bei einer Gehaltserhöhung rutschen Sie damit beispielsweise langsamer in einen höheren Steuersatz und haben demnach im Idealfall einen höheren Reallohn.

Kinderfreibetrag und Kindergeld

Beim Kinderfreibetrag handelt es sich um den Betrag des jährlichen Einkommens von Eltern, der steuerfrei bleibt. Dieser erhöht sich von 4.716 auf 4.788 Euro. Hinzu kommt der Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung, der mit 2.640 Euro unverändert bleibt. Nach wie vor gilt: Durch die Günstigerprüfung werden gezahltes Kindergeld und Kinderfreibeträge miteinander verrechnet, sodass jeweils das beste Ergebnis für den Steuerpflichtigen herauskommt.

Das monatliche Kindergeld erhöht sich in diesem Jahr für jedes Kind um zwei Euro. Beantragen Sie das Kindergeld rückwirkend, ist das mittlerweile nur noch sechs Monate möglich. Wenn Sie also erst im Januar Ihre Anträge einreichen, bekommen Sie das Kindergeld höchstens ab Juli 2017 nachträglich gezahlt.

Unterhaltskosten

Der Unterhaltshöchstbeitrag ist der maximale Betrag für Unterhaltszahlungen, den Sie als außergewöhnliche Belastung von Ihrer Steuer absetzen können. Er steigt in diesem Jahr von 8.820 auf 9.000 Euro.

Altersvorsorge

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Eine der staatlichen Zuschüsse nennt sich Grundzulage. Diese erhöht sich nun um 21 Euro auf 175 Euro. Die Grundzulage erhalten Sie allerdings nur dann in voller Höhe, wenn Sie einen gewissen Mindestbeitrag selbst einzahlen.

Zahlt Ihr Arbeitgeber in eine kapitalgedeckte betriebliche Altersvorsorge (z. B. Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung) ein, verdoppelt sich Ihr steuerfreier Höchstbetrag auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ihr steuerfreier Beitrag kann damit bis zu 520 Euro monatlich betragen.

Arbeitsmittel

Mobiltelefone oder Laptops sind gängige Arbeitsmittel. Der Grenzwert für diese sogenannten geringfügigen Wirtschaftsgüter steigt in diesem Jahr von 410 auf 800 Euro netto. Sie können diese Güter bei beruflicher Nutzung dann entsprechend der Höhe der Kosten entweder einmalig oder über einen längeren Zeitraum hinweg als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Belegvorhaltepflicht anstatt Belegvorlagepflicht

War es bisher notwendig, die Steuererklärung mit wichtigen Belege und Nachweisen beim Finanzamt einzureichen, entfällt diese Pflicht erstmals für die Steuererklärung für 2017 in vielen Fällen. Aber Vorsicht, trotzdem gilt für Sie weiterhin: Belege fleißig sammeln und gut aufbewahren. Denn das Finanzamt kann die Unterlagen jederzeit anfordern.