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Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer

Das Verfahren zur Erhebung der Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer wird zum 1. Januar 2015 automatisiert. Ab dann können Banken die Kirchenzugehörigkeit ihrer Kunden automatisch abrufen.

Jemand steckt Geld in einen Klingelbeutel

Bei der Neuregelung handelt es sich lediglich um ein automatisiertes und vereinfachtes Verfahren – nicht um eine neue Steuer. Schon seit 2009 ist auf Kapitalerträge die Abgeltungsteuer von 25 Prozent fällig. Auf diese werden zusätzlich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer mit 8 oder 9 Prozent – je nach Bundesland – berechnet.

Für die Erhebung der Kirchensteuer gibt es bisher zwei Verfahren:

  1. Der Sparer teilt seiner Bank mit, ob er Mitglied einer kirchensteuererhebungsberechtigten Kirche ist. Daraufhin behält die Bank die Kirchensteuer ein und führt sie an das Finanzamt ab.
  2. Unterbleibt diese Mitteilung muss die Kirchensteuer mittels Abgabe der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt gezahlt werden. Veranlagung zur Kirchensteuer wird dies genannt.

Mit dem neuen Verfahren können die Banken elektronisch die Kirchenzugehörigkeit ihrer Kunden abrufen. Damit entfällt die persönliche Mitteilung an die Bank bzw. das nachträgliche Zahlen der Kirchensteuer beim Finanzamt. Der Sparer kann den elektronischen Zugriff seiner Bank blockieren – das zuständige Finanzamt wird allerdings über die Sperrung informiert und prüft, ob er die Kirchensteuer dann über die Steuererklärung abführt.

Wichtig: Ist auf die Abgeltungsteuer auch Kirchensteuer fällig, ermäßigt sich der Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent geringfügig. Diese Reduzierung berücksichtigen Banken bzw. das Finanzamt automatisch.