Familie & Leben

Kinderbetreuungskosten – wie ist der Abzug aktuell geregelt?

Kinderbetreuungskosten können Eltern bereits seit vielen Jahren in der Steuererklärung ansetzen. Allerdings haben sich die Voraussetzungen durch den Gesetzgeber immer wieder geändert – da ist es wichtig, den Überblick zu behalten.

Bild eines Neugeborenen

Ab dem Steuerjahr 2012 können Kinderbetreuungskosten für Kinder zwischen 0 und 14 Jahren ohne weitere Voraussetzungen angerechnet werden. Es kommt nicht mehr darauf an, ob die Elternteile berufstätig, in Ausbildung oder krank sind. Wie bisher wird der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers gem. §3 Nr. 33 EStG von den Aufwendungen abgezogen.  

Pro Kind sind zwei Drittel der Aufwendungen, aber maximal 4.000 € ansetzbar. Um den Höchstbetrag zu erreichen sind also 6.000 € an Aufwendungen nötig. Die Begrenzung auf zwei Drittel sieht der Bundesfinanzhof (BFH) als rechtens an, da durch die Kinderfreibeträge bereits ein Erziehungs- und Betreuungsbedarf berücksichtigt wird. Hieran hat sich ab dem Jahr 2012 nichts geändert. Es ist auch weiterhin eine bargeldlose Zahlung vorgeschrieben.

Zu den abzugsfähigen Aufwendungen gehören z. B. Gebühren für den Kindergarten, betreute Grundschule oder für eine Tagesmutter. Nicht begünstigt sind z. B. die Kosten für eine Verpflegung (Mittagessen, Teegeld) oder den Besuch einer Musikschule.

Tipp 1: Bei nicht verheirateten Eltern ist wichtig, dass derjenige Elternteil den Betreuungsvertrag abschließt und die Kosten zahlt, der diese in seiner Steuererklärung angibt. Im Regelfall ist das der Elternteil mit dem höheren Verdienst.

Tipp 2: Für behinderte Kinder können betroffene Eltern unter bestimmten Voraussetzungen Betreuungskosten bis zum 25. Lebensjahr anrechnen.