Familie & Leben

Hurra – unser Kind ist da!

Endlich ist es soweit: Der lang ersehnte, erste Nachwuchs ist gesund auf die Welt gekommen. Dem Kind und der Mutter geht es gut. Auch der Papa hat die Geburt einigermaßen gut überstanden und stellt sich einige Fragen.

Ein frisch geborenes Baby liegt auf einer Decke.

Müssen wir die Steuer-ID für unser Kind beantragen?
Nein, diese wichtige Nummer wird nach einigen Wochen vom Bundeszentralamt für Steuern schriftlich zugeteilt. Das Standesamt meldet die Geburt elektronisch und der Rest funktioniert automatisch.

Wird das Kindergeld auch automatisch ausgezahlt?
Nein, dazu muss ein Antrag bei der zuständigen Familienkasse schriftlich gestellt werden. Für die meisten jungen Eltern ist das die Familienkasse bei der Agentur für Arbeit. Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst haben teilweise bei ihrem Arbeitgeber eine eigene Familienkasse; Dann ist diese grundsätzlich zuständig.

Auf dem Antragsformular (aus dem Internet) muss die elfstellige Steuer-ID des berechtigten Elternteils und des Kindes angegeben werden. Das soll Doppelzahlungen vermeiden, denn selbstverständlich gibt es für ein Kind nur einmal Kindergeld. Eltern können den Antrag auch formlos stellen. Allerdings ist das weniger empfehlenswert, da dabei oft wichtige Angaben vergessen werden.

Die Geburt des Kindes muss nachgewiesen werden. Die frischgebackenen Eltern erhalten eine kostenlose Geburtsbescheinigung vom Standesamt.

Wie hoch ist das Kindergeld?
Für das erste Kind gibt es 190 Euro. Ab dem Jahr 2017 plant der Gesetzgeber eine Erhöhung von zwei Euro.

Und wie erfährt das Finanzamt von unserem Kind?
Das läuft automatisch. Durch die Meldung des Standesamts ändert sich in der Datenbank die Kinderzahl bei den elektronischen Abzugsmerkmal (ELStAM). Haben die Eltern die Steuerklassenkombination 3/5, beträgt der Kinderzähler in der Steuerklasse drei 1,0. In der Steuerklasse fünf gibt es keinen Eintrag. Bei der Kombination 4/4 erhalten beide den Zähler von 1,0. Das verwirrt manchmal, ist aber korrekt.

Der Arbeitgeber muss vor jeder Lohn- oder Gehaltsabrechnung einen Abgleich mit der Datenbank vornehmen. Bis die Daten geändert sind, dauert es eventuell ein wenig. Das kann mit der Steuererklärung für das Geburtsjahr ausgeglichen werden.

Jetzt kommen jede Menge Kosten auf uns zu. Können wir die Erstausstattung von unserem kleinen Schatz von der Steuer absetzen?
Das geht leider nicht. Mit der Zahlung von Kindergeld und der Gewährung der Kinderfreibeträge hat der Staat seinen Teil beigetragen. Die Aufwendungen für das Himmelbett und die Strampelanzüge sind Sache der Eltern – und der hoffentlich vielen Verwandten und Bekannten.