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Höhere Umzugskostenpauschalen ab 2016

Die Aufwendungen für einen beruflich veranlassten Umzug sind als Werbungskosten abzugsfähig, müssen aber nachgewiesen werden; mit Ausnahme einer Umzugskostenpauschale. Diese wurde für Umzüge ab 1. März 2016 erhöht und steigt nochmals ab 1. Februar 2017.

Eine junge Frau steht vor einem Umzugstransporter.

Beruflich veranlasst ist ein Umzug, wenn er aufgrund eines Jobwechsels erforderlich ist oder sich die Fahrtzeit durch den Umzug täglich um mindestens eine Stunde verkürzt. Achtung: Das Finanzamt prüft die Zeitersparnis streng.

Zu den Umzugskosten gehören z. B. Aufwendungen für die Wohnungssuche, doppelt zu zahlende Mieten und Gebühren für den Umzugswagen. Diese Ausgaben müssen grundsätzlich nachgewiesen oder beim Transport mit dem privaten PKW glaubhaft gemacht werden.

Zusätzlich gewährt das Finanzamt für übrige Kosten wie z. B. für die PKW-Ummeldung eine Pauschale, die zu den oben genannten Kosten hinzukommt. Die tatsächlichen Aufwendungen können zwar auch nachgewiesen werden, meist ist der Ansatz der Pauschale aber besser.

Seit dem 1. März 2016 beträgt die Umzugskostenpauschale
-1.493 Euro für Verheiratete, Lebenspartner und gleichgestellte Personen
-bzw. 746 Euro für Ledige.

Für Umzüge ab dem 1. Februar 2017 belaufen sich die Beträge auf 1.528 Euro bzw. auf 764 Euro.

Wichtig: Zu den gleichgestellten Personen mit Anspruch auf den höheren Pauschbetrag gehören z. B. Verwitwete, Geschiedene oder Ledige mit Verwandten bis zum 4. Grad (also auch Kinder) oder Pflegekindern.

Tipp: Ist der Umzug nicht beruflich veranlasst, kann für die nachgewiesenen Speditionskosten der Steuerbonus von 20 Prozent gewährt werden. Achten Sie darauf, alle Kosten per Überweisung zu begleichen.