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Fehlerhafter Steuerbescheid – Einspruch einlegen

Bei einem Einkommensteuerbescheid handelt es sich um einen Verwaltungsakt des Finanzamts. Glaubt ein Bürger, der Steuerbescheid ist nicht korrekt, kann er aus rechtsstaatlichen Gründen Einspruch einlegen.

 

Mann mit fehlerhaftem Einkommensteuerbescheid in der Hand

Ist ein Einspruch auch per E-Mail möglich? Diese Frage ist zur Zeit unklar. Das hessische Finanzgericht hat dies in einem Urteil vom 2. Juni verneint. Erforderlich sei eine qualifizierte elektronische Signatur oder ein Versand nach dem De-Mail-Gesetz. Das letzte Wort hat aber der Bundesfinanzhof im Revisionsverfahren. Unser Tipp: Erheben Sie bis zur abschließenden Klärung Ihren Einspruch nicht mit normaler E-Mail.

Generell besteht eine Einspruchsfrist von einem Monat nach Zugang des Steuerbescheids. Er gilt in der Regel drei Tage nachdem er erstellt wurde als zugegangen. Die Einspruchsfrist verlängert sich auf den nächstfolgenden Werktag, wenn das Ende der Frist auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt. Die genaue Fristenberechnung kann dadurch ziemlich kompliziert werden. Daher lieber zu früh als zu spät Einspruch einlegen.

Der Einspruch muss am Tag des Fristendes dem Finanzamt schriftlich vorliegen. Sie müssen den Einspruch nicht sofort begründen; die Begründung können Sie auch nachreichen. War Ihr Einspruch erfolgreich, erhalten Sie einen geänderten Steuerbescheid. Bleibt das Finanzamt bei seiner ablehnenden Rechtsauffassung ergeht eine formelle Einspruchsentscheidung. Dagegen wiederum können Sie innerhalb eines Monats Klage vor dem zuständigen Finanzgericht einreichen.