Arbeit & Ausbildung

Ermittlung der privaten Kfz-Nutzung

Ist die Ermittlung der privaten Kfz-Nutzung nach der 1%-Regelung noch verfassungsgemäß, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen gebrauchten Dienstwagen auch zur privaten Nutzung überlässt? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 13. Dezember 2012 und bejahte dies.

Übergabe eines Autoschlüssels

Im strittigen Fall hatte der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter ein Gebrauchtfahrzeug mit einem Gebrauchtwagenwert von 31.990 Euro zur Verfügung gestellt. Der Bruttolistenneupreis betrug bei der Erstzulassung 81.400 Euro. Da kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch genutzt wurde, konnte eine Ermittlung der privaten Nutzung nur nach der 1%-Regelung erfolgen. Der Kläger wollte dabei den Gebrauchtwagenwert und nicht den weit höheren Bruttolistenneupreis zugrunde legen. Die Klage hatte keinen Erfolg.
Die einzige Alternative zur 1%-Regelung ist und bleibt damit das Führen eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuches.