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ELStAM: Elektronische Lohnsteuerkarte kommt

Ab Januar 2013 wird die elektronische Lohnsteuerkarte etappenweise eingeführt. Damit haben Arbeitgeber das gesamte nächste Jahr Zeit, die Lohnabrechnung auf das neue Verfahren umzustellen. Je nachdem ab wann der Arbeitgeber in das Verfahren einsteigt, muss man als Arbeitnehmer unterschiedliche Dinge beachten:

Einkommensteuer in einer Lupe der Lohn- und Gehaltsmitteilung

Nimmt der Arbeitgeber noch nicht an ELStAM teil, gilt weiterhin die Lohnsteuerkarte von 2010 oder die vom Finanzamt ausgestellte Ersatzbescheinigung. Die bisherige Steuerklasse und alle Freibeträge werden automatisch übernommen; man muss nur Änderungen beantragen, wenn die Angaben nicht mehr zutreffen.

Nutzt der Arbeitgeber bereits ELStAM, sollte man genau hinschauen: Die gespeicherten Daten können sich von bisherigen Abzugsmerkmalen unterscheiden. Beim elektronischen Verfahren sind zudem die Freibeträge nur für 2012 eingetragen. Eine automatische Übernahme gibt es nicht. Ausnahme ist der Freibetrag/Pauschbetrag für behinderte Menschen, der bereits 2012 für mehrere Jahre in der Datenbank registriert wurde.

Sobald der Arbeitgeber das elektronische Verfahren erstmals anwendet, sollte er seine Arbeitnehmer darüber informieren. Ab diesem Zeitpunkt gelten die ELStAM mit dem Aushändigen der Lohn- und Gehaltsabrechnung als bekannt gegeben. Da die Arbeitnehmer grundsätzlich für die korrekten Daten verantwortlich sind, müssen sie unbedingt die Besteuerungsmerkmale prüfen – von der Steuerklasse über die Religionszugehörigkeit bis zu der Anzahl der Kinder und den Freibeträgen. Ansprechpartner für etwaige Änderungen ist dann das Finanzamt.