Steuer-1x1

Ein Einspruch kann sich lohnen

Alljährlich veröffentlicht das Bundesfinanzministerium (BMF) seine Statistik über die Bearbeitung von Einsprüchen. In 2014 wurden mehr als 4 Millionen Einsprüche erledigt und in über zwei Dritteln der Fälle kam es zu Verbesserungen für den Steuerzahler.

Zeitungsausschnitt in welchem das Wort Einspruch markiert wurde

Sie sind mit Ihrem Steuerbescheid nicht ganz zufrieden? Dann werden Ihnen die Zahlen zur Einspruchsbearbeitung im Jahr 2014 gefallen: Insgesamt wurden von allen deutschen Finanzämtern 4.233.922 Einsprüche erledigt. Bei 2.869.287 der bearbeiteten Fälle (67,8%) haben die Finanzämter einen „Abhilfebescheid“ erlassen. Soll heißen: In über zwei Dritteln der Fälle konnten die Steuerbürger durch ihren Einspruch eine Verbesserung für sich erzielen.

Das BMF informiert, dass es sich bei den Abhilfebescheiden nicht nur um ursprünglich fehlerhafte Bescheide gehandelt hat. Teilweise wurden auch bisher fehlende Belege nachgereicht oder der Bescheid wurde zu einer laufenden offenen Rechtsfrage in diesem Punkt vorläufig erlassen. Trotzdem, in allen Fällen hat sich der Einspruch gelohnt und die steuerliche Situation des Einspruchsführers wurde gestärkt.

Tipp: Für einen Einspruch haben Sie einen Monat (nicht vier Wochen) Zeit. Die Einspruchsfrist beginnt am Tag der Bekanntgabe des Steuerbescheides. Rechnen Sie sicherheitshalber immer vom Datum des Steuerbescheides aus. Ein Einspruch kann auch ohne Begründung eingelegt werden; diese sollten Sie aber zügig nachreichen.