Arbeit & Ausbildung

Berufskleidung: shoppen, waschen, Steuern sparen

Aufwendungen für typische Berufskleidung können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung als Werbungskosten ansetzen – auch wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber die Kleidung stellt. Voraussetzung: Er verlangt dafür einen Obulus, den er Ihnen vom Nettogehalt monatlich abzieht.

Berufskleidung: Fuß eines Bauarbeiters und eines Geschäftsmannes

Zur typischen Berufskleidung gehören beispielsweise der Monteuranzug, die Sicherheitsschuhe, Schutzkleidung beim Umgang mit ätzenden Stoffen sowie Uniformteile bei Polizisten oder Soldaten. „Straßenkleidung“ wie Anzüge eines Bankmitarbeiters oder normale Bürokleidung können nicht beim Finanzamt abgerechnet werden.
Die Kosten für typische Arbeitskleidung können Sie anhand der Kaufbelege leicht nachweisen. Hinzu kommen die Reinigungskosten, auch wenn die Kleidung in der privaten Waschmaschine gewaschen wird. Für die Kosten pro Kilogramm Wäsche gibt es Übersichten der Verbraucherverbände.

Stellt der Arbeitgeber die Kleidung zur Verfügung und lässt sie auch waschen, ist das für die Arbeitnehmer nicht immer kostenfrei. Oft zieht der Arbeitgeber vom auszuzahlenden Nettogehalt einen festen Betrag pro Monat ab.
Tipp:
Prüfen Sie Ihre Lohnabrechnungen. Der vom Arbeitgeber einbehaltene Posten ist wie ein Zahlbetrag zu werten. Reichen Sie mit Ihrer Steuererklärung eine Kopie der Monatsabrechnung ein.