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Autounfall bei Glatteis: Unfallkosten sind steuerlich absetzbar

Glatte Straßen, vereiste Wege – Deutschland ist seit dieser Woche fest in Winterhand. Wer durch die Straßenverhältnisse in einen Autounfall verwickelt ist, kann gegebenenfalls die Unfallkosten steuerlich absetzen.

Junge Frau hat Autopanne im Winter.

Voraussetzung: Der Unfall ereignet sich während einer beruflich bedingten Fahrt – also auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, bei einer Auswärtstätigkeit oder einer anderen betrieblichen Fahrt. Dann werden die Kosten vom Finanzamt als abzugsfähige Werbungskosten anerkannt. Aber Achtung: Passiert der Unfall auf einem Umweg, den Sie aus privaten Gründen fahren, zahlt der Fiskus nicht.

Abgesetzt werden können:

  • Reparaturkosten
  • Auslagen für die Selbstregulierung
  • die Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung
  • Schäden an privaten Gegenständen
  • Aufwendungen für Gutachter, Anwalt und Gericht
  • sonstige Auslagen, die im Zusammenhang mit dem Unfall anfallen

Die Kosten, die bei der Schadensbeseitigung anfallen, kann man in der Steuererklärung voll ansetzen – allerdings werden Versicherungsleistungen und Ersatzzahlungen gegengerechnet. Bei einem Total- oder Bagatellschaden, der nicht repariert wird, erfolgt eine "Absetzung für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung" (AfaA).

Tipp: Das Finanzamt fordert Informationen zum Unfalltag und -zeitpunkt. Zudem sind Angaben zur Arbeitszeit am Unfalltag erforderlich. Die Aufwendungen müssen Sie nachweisen; es gibt keine Pauschalen. Hat die Polizei den Unfall aufgenommen oder wurde bei einem Wildunfall der zuständige Jäger informiert, ergänzen Sie Ihre Angaben mit dem jeweiligen Protokoll.