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Antragsveranlagung: Frist für das Steuerjahr 2015 läuft ab

Wer nicht gesetzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann diese trotzdem freiwillig beim Finanzamt einreichen – und in vielen Fällen eine Erstattung kassieren. Achtung: Die Abgabefrist für die freiwillige Steuererklärung 2015 läuft am 31.12.2019 ab.

Auf einer steinernen Hauswand steht die Aufschrift Finanzamt. Darunter befindet sich ein Briefkastenschlitz, aus dem viele Briefumschläge herausquellen. Links neben der Aufschrift befindet sich ein rundes Fenster.

Im Einkommensteuerrecht gibt es neben der Pflichtveranlagung die sogenannte Antragsveranlagung. Das bedeutet, wer keine Einkommensteuererklärung abgeben muss, kann sich dennoch freiwillig veranlagen lassen. Dieser Aufwand lohnt sich häufig, denn: Diejenigen, die nicht zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind, sind oft auch diejenigen, die gute Chancen auf eine Erstattung haben.

Bei der Antragsveranlagung gewährt Ihnen das Finanzamt immer bis zu vier Jahre nach Ende des Steuerjahres Zeit, um die Steuererklärung einzureichen. Das bedeutet: Die freiwillige Steuererklärung 2015 können Sie noch bis zum 31. Dezember 2019 abgeben – danach bearbeitet das Finanzamt die Steuererklärung nicht mehr. Nutzen Sie also die verbleibenden Wochen des Jahres und holen Sie sich zu viel gezahlte Steuern aus 2015 zurück.

Hinweis:

Die Vierjahresfrist gilt auch für die Beantragung der Arbeitnehmer-Sparzulage, mit der der Staat vermögenswirksame Leistungen fördert. Den Antrag stellen Sie in der Steuererklärung – beachten Sie dabei bestimmte Einkunftsgrenzen.

Wann lohnt sich eine freiwillige Steuererklärung?

Mit einer Erstattung können Sie grundsätzlich in folgenden Fällen rechnen:

  • Ihre Werbungskosten übersteigen den Pauschbetrag von 1.000 Euro.
  • Sie haben während des Kalenderjahres unterschiedlich hohe Gehälter erhalten, zum Beispiel durch einen Arbeitgeberwechsel oder eine Gehaltserhöhung.
  • Sie haben gemeinnützige oder mildtätige Organisationen mit Spenden (Zuwendungen) unterstützt.
  • Sie haben geheiratet, sodass Ihnen die entsprechenden Steuervorteile für das gesamte Jahr zustehen – unabhängig davon, ob die Hochzeit am Jahresanfang oder -ende stattfand.
  • Es sind hohe außergewöhnliche Belastungen​​​​​​​ angefallen, etwa wegen Krankheit oder, weil Sie bedürftige Personen unterstützt haben, gegenüber denen Sie zum Unterhalt verpflichtet sind.

Tipp:

Es gibt noch weitere steuerliche Konstellationen, die zu einer Rückerstattung führen. Lassen Sie sich daher am besten vor Ablauf des Jahres beraten – zum Beispiel vom Steuerring. Ihren persönlichen Berater, ganz in Ihrer Nähe, finden Sie mithilfe unserer Beratungsstellensuche.