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Antragsveranlagung: Frist für das Steuerjahr 2014 läuft ab

Wer nicht gesetzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann trotzdem freiwillig eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen – und in vielen Fällen eine Erstattung kassieren.

Ein Briefkasten mit der Aufschrift „Finanzamt“ ist vor einer Mauer platziert. Oben links auf der Mauer steht plakativ „Steuererklärung 2014?“ und oben rechts auf der Mauer steht „letzte Chance!“.

Im Einkommensteuerrecht gibt es neben der Pflichtveranlagung die sogenannte Antragsveranlagung. Das bedeutet, wer keine Einkommensteuererklärung abgeben muss, kann sich dennoch freiwillig veranlagen lassen. Dieser Aufwand lohnt sich häufig, denn: Diejenigen, die nicht zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind, sind oft auch diejenigen, die gute Chancen auf eine Erstattung haben.

Bei der Antragsveranlagung gewährt Ihnen das Finanzamt immer bis zu vier Jahre nach Ende des Steuerjahres Zeit, um die Steuererklärung einzureichen. Achtung: Die Abgabefrist für die freiwillige Steuererklärung 2014 läuft damit am 31. Dezember 2018 ab – danach bearbeitet das Finanzamt die Steuererklärung nicht mehr. Nutzen Sie also die verbleibenden Wochen des Jahres und holen Sie sich zu viel gezahlte Steuern aus 2014 zurück.

Mit einer Erstattung können Sie grundsätzlich in folgenden Fällen rechnen:

  • Ihre Werbungskosten übersteigen den Pauschbetrag von 1.000 Euro.
  • Sie haben während des Kalenderjahres unterschiedlich hohe Gehälter erhalten, zum Beispiel durch einen Arbeitgeberwechsel oder eine Gehaltserhöhung.
  • Es liegen Verluste aus dem Steuerjahr (2014) und dem Vorjahr (2013) aufgrund eines Studiums oder einer Vermietung vor.
  • Sie haben geheiratet, sodass Ihnen die entsprechenden Steuervorteile für das gesamte Jahr zustehen – unabhängig davon, ob die Hochzeit am Jahresanfang oder -ende stattfand.
  • Es sind hohe außergewöhnliche Belastungen, etwa wegen Unwetterschäden oder Krankheit, angefallen.

Tipp:

Es gibt noch weitere steuerliche Konstellationen, die zu einer Rückerstattung führen. Lassen Sie sich daher am besten vor Ablauf des Jahres beraten – zum Beispiel vom Steuerring. Ihren persönlichen Berater ganz in Ihrer Nähe finden Sie mithilfe unserer Beratungsstellensuche.