Steuer-1x1

Antragsveranlagung 2012 – nur noch bis zum 31.12.2016

Grundsätzlich können alle Bürger eine Steuererklärung abgeben. Das Finanzamt unterscheidet zwischen einer Pflicht- und einer Antragsveranlagung. Wie grenzen sich die Veranlagungsformen voneinander ab und welche Fristen müssen beachtet werden?

Die Steuererklärung wird beim Finanzamt eingeworfen.

Pflichtveranlagung:
Arbeitnehmer müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn sie neben dem Bruttoarbeitslohn zusätzlich Lohnersatzleistungen wie z. B. Arbeitslosen-, Kranken- oder Elterngeld von mehr als 410 Euro erhalten. Das Gleiche gilt bei weiteren Einkünften über 410 Euro z. B. aus der Vermietung einer Wohnung.

Berufstätige Ehepaare sind zur Abgabe verpflichtet, wenn sie beim Lohnsteuerabzug die Steuerklassenkombination 3/5 gewählt haben. Ein weiterer Pflichtabgabegrund ist der Eintrag eines Freibetrags in der ELStAM-Datenbank.

In diesen Fällen verlangt das Finanzamt die Abgabe der Steuererklärung bis zum 31. Mai des Folgejahres. Wer sich steuerlich durch einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater vertreten lässt, hat bis zum 31. Dezember des Folgejahres Zeit.

Antragsveranlagung
Wer keine Steuererklärung abgeben muss, hat länger Zeit, sollte aber die Festsetzungsfrist von vier Jahren beachten.

Der Countdown für die Einkommensteuererklärung 2012 läuft also schon: Sie muss bis zum 31. Dezember 2016 dem zuständigen Finanzamt vorliegen. Es gibt keine Fristverlängerung.

Tipp 1: Sollten Sie wirklich bis zum letzten Tag oder gar bis zur letzten Stunde warten, nehmen Sie für den Einwurf in den Briefkasten einen Zeugen mit. Viele Finanzämter verfügen über einen Nachtbriefkasten, der die eingeworfenen Sendungen in „bis 24:00 Uhr“ und „nach 24:00 Uhr“ trennt. Es kommt also auf jede Minute an.

Tipp 2: Verfügen Sie über ein elektronisches Zertifikat und geben die Steuererklärung im authentifizierten Verfahren ab, genügt zur Fristwahrung die rechtzeitige elektronische Übermittlung. Aber auch in diesem Fall muss der Versand der Steuererklärung vor dem Jahreswechsel nachgewiesen werden. Die Übermittlung der Daten genügt nicht, wenn Sie die Steuererklärung ohne elektronisches Zertifikat schicken.

Fazit:
Schieben Sie die Steuererklärung 2012 nicht bis zum letzten Tag vor sich her. Genießen Sie einen steuerlich unbeschwerten Jahreswechsel.