Geldanlage & Beiträge

15.12.2016: ein wichtiger Termin für Kapitalanleger

Verluste bei der Veräußerung von Wertpapieren werden von Ihrer Bank mit Gewinnen der gleichen Art verrechnet. Aber was ist zu beachten, wenn Sie Ihre Papiere bei zwei unterschiedlichen Kreditinstituten deponiert haben?

Plus und Minus halten sich die Waage.

Seit dem Jahr 2009 werden Verluste bei der Veräußerung von Wertpapieren, innerhalb der selben Bank, mit Gewinnen ausgeglichen. Dazu führen die Geldinstitute einen oder mehrere „Verlustverrechnungstöpfe“. Ist das Defizit in einem Jahr höher als der Gewinn, werden die verbleibenden Verluste bei der Bank weitergeführt und stehen im Folgejahr für eine Verrechnung zur Verfügung. In der Einkommensteuererklärung kann das Minus nicht berücksichtigt werden.

Haben Sie bei mehreren Banken ein Wertpapierdepot und erzielen in einem Gewinne und im anderen Depot Verluste, können die beiden Banken nichts verrechnen. Sie können aber bei der verlustführenden Bank beantragen, dass der negative Betrag aus dem Verrechnungstopf entnommen wird. Sie erhalten daraufhin eine Verlustbescheinigung. Damit beantragen Sie in Ihrer Steuererklärung 2016 den Ausgleich dieser Verluste mit Gewinnen bei der anderen Bank. Die auf die Gewinne einbehaltene Kapitalertragsteuer wird ganz oder teilweise erstattet.

Wichtig: Die Entnahme des Verlustes aus dem Verrechnungstopf müssen Sie bis zum 15.12.2016 bei der verlustführenden Bank beantragen. Die Frist kann nicht verlängert werden. Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit Ihrem Bankberater auf.