Geldanlage & Beiträge

15.12.2014: Wichtiger Termin für Kapitalanleger

Verluste bei der Veräußerung von Wertpapieren werden von der jeweiligen Bank mit Gewinnen verrechnet. Wie können aber Verluste berücksichtigt werden, wenn keine Gewinne entstanden sind?

Seit Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 sollen Verluste bei der Veräußerung von Wertpapieren innerhalb der jeweiligen Bank vorrangig ausgeglichen werden. Hierzu führen die Geldinstitute ein oder auch mehrere Verlustverrechnungstöpfe. Überschüsse und Defizite der gleichen Art verrechnet die Bank direkt miteinander.

Können die Verluste im laufenden Jahr nicht oder nicht vollständig ausgeglichen werden verbleiben diese im Verlustverrechnungstopf der Bank und stehen im Folgejahr für eine Verrechnung zur Verfügung. In der Einkommensteuererklärung bleibt das Minus dann unberücksichtigt. Ein Ausgleich mit positiven anderen Einkünften (z. B. aus einer Arbeitnehmertätigkeit) ist ohnehin nicht möglich.

Hat der Kapitalanleger aber bei mehreren Banken ein Wertpapierdepot kann es sein, dass er bei einer Bank Gewinne gemacht hat, bei der Anderen aber Verluste im Verrechnungstopf verbleiben. In diesem Fall kann der Anleger bei der verlustführenden Bank beantragen, dass der negative Betrag aus dem Verrechnungstopf entnommen wird. Er erhält dann von der Bank eine Verlustbescheinigung und kann in seiner Einkommensteuererklärung 2014 die Verrechnung dieser Verluste mit Gewinnen bei der anderen Bank beantragen.
Ergebnis: Einbehaltene Kapitalertragsteuer auf die Gewinne wird erstattet.

Wichtiger Termin: Die Entnahme des Verlustes aus dem Verrechnungstopf müssen Sie bis zum 15.12.2014 bei der verlustführenden Bank beantragen. Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche Ausschlussfrist, ohne Möglichkeit auf Verlängerung. Kontaktieren Sie rechtzeitig Ihren Bankberater.