Heuschnupfen: Medikamente steuerlich absetzen

Das Wetter weiß noch nicht so richtig, ob es noch Winter oder bereits Frühling ist. Allergiker spüren die nahende Blütezeit bereits und leiden. Die Nase läuft, die Augen tränen und jucken. Medikamente schaffen Abhilfe und können sogar in der Steuererklärung angesetzt werden.

Eine Frau mit Heuschnupfen geht spazieren und putzt sich die Nase.

Krankheitskosten gehören zu den allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen. Neben Arztrechnungen, Zuzahlungen für physikalische Therapien oder Krankenhausaufenthalte sind die Kosten für Arzneimittel dabei ein wichtiger Abzugsposten. Die Krankenkassen erstatten längst nicht alle Aufwendungen, manche Medikamente müssen Patienten komplett selbst zahlen.

Wenn der Heuschnupfen naht und die Medikamente ohnehin selbst bezahlt werden müssen, kaufen sich viele Betroffene die Mittel direkt, ohne ärztliche Verschreibung. Doch für den Steuerabzug ist ein Rezept Voraussetzung – allerdings reicht eine einmalige Verordnung des Arztes aus.

Beispiel: Rudolf hat mit Heuschnupfen zu kämpfen. Der Facharzt hat ihm vor einigen Jahren Medikamente verschrieben, die er immer in voller Höhe selbst zahlen muss. Das Mittel wirkt gut und er kauft es direkt in der Apotheke, ohne ärztliches Rezept.

Rudolf kann seine Ausgaben trotzdem in seiner Steuererklärung ansetzen. Nach den Einkommensteuerrichtlinien reicht eine einmalige Verordnung des Arztes aus. Bei Bedarf muss er diese dem Finanzamt vorlegen.
Die Regelung gilt auch für andere nichtrezeptpflichtige Medikamente, für die es bereits in der Vergangenheit eine ärztliche Verordnung gab.

Bei der Steuererklärung zieht das Finanzamt von den gesamten Krankheitskosten eine zumutbare Belastung ab. Deren Höhe richtet sich nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Ob der Abzug überhaupt zulässig ist, prüft zurzeit das Bundesverfassungsgericht. Die Steuerbescheide ergehen in dem Punkt vorläufig. Also muss Rudolf keinen Einspruch einlegen.

Tipp: Prüfen Sie, ob der Vorläufigkeitsvermerk in den Erläuterungen zum Steuerbescheid enthalten ist. Setzen Sie immer Ihre gesamten Krankheitskosten in der Steuererklärung an und heben Sie die Belege dazu auf. Sollte das Bundesverfassungsgericht im Sinne der Steuerzahler entscheiden, besteht die Möglichkeit, dass das Finanzamt die Belege anfordert. 

Lohnsteuerhilfeverein Steuerring Medienkontakt J. Spiller

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Jutta Spiller
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